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Druckerei Joh. Wagner & Söhne
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So entscheide ich mich für das richtige Papier

Es gibt unzählig viele verschiedene Papiersorten und jede einzelne hat ihren Zweck und ihr richtiges Anwendungsgebiet. Wenn ich eine Einladung drucken möchte, vielleicht sogar mit Stanzung oder Farbschnitt, sollte ich mich nicht für ein 100 g/m² dünnes Papier entscheiden, da die Karte dann viel zu instabil wäre. Außer der Stärke des Materials gibt es jedoch noch viele andere Dinge zu beachten. Wie ist die Haptik des Papiers? Ist es beschichtet oder vielleicht sogar strukturiert? Hat es einen Farbstich und lässt es sich gut falzen? ... Und was ist denn eigentlich eine „Laufrichtung“? Auf alle diese Fragen möchte ich hier für euch eine Antwort finden.

Das Flächengewicht:

Papiere gibt es in verschiedenen Grammaturen. Diese haben direkten Einfluss auf die Stabilität und Dicke des Materials. Man rechnet in der Einheit „Gramm pro Quadratmeter“.
Normales Kopierpapier hat ein Flächengewicht von 80g/m², ein Karton hingegen ca. 300 g/m².
Die Dichte des Papiers hat Auswirkungen auf die Stabilität und Lichtdurchlässigkeit. Sicher ist euch bereits aufgefallen, dass ein Bild, welches man auf normales Kopierpapier druckt, auf der Rückseite durchscheint. Ist die Rückseite nun auch bedruckt, z. B. mit Text, entstehen Schatten, die einen negativen Einfluss auf die Lesbarkeit und Ästhetik haben. Hier gilt: ausprobieren! Denn je nach Druckverfahren (Tintenstrahl oder Laser) ist das Ergebnis unterschiedlich. Zu dickes Papier ist nicht immer unbedingt gewünscht, aber sehr dünnes kann zu lichtdurchlässig sein. Ein weiteres zu beachtendes Detail ist die Faltbarkeit. Je dicker das Papier, desto weniger gut lässt es sich falten. Das spielt dann eine Rolle, wenn ihr es selbstständig falten wollt. Eine sog. „Rill-Maschine“ ist nicht gerade billig und wir empfehlen euch hierfür zu der Druckerei eures Vertrauens zu gehen ;) Generell gilt: Einladungen, Visitenkarten oder auch Geschäftspapiere sollten nicht auf zu dünnes Papier gedruckt werden. Die Stärke des Papiers verleiht der Drucksache Hochwertigkeit, es fühlt sich angenehmer an und gibt der Sache mehr Bedeutung. Aber Vorsicht! Nicht alle Drucker kommen mit Papieren von höherer Grammatur zurecht!

Die Oberfläche:

Man kann grob unterscheiden zwischen glänzend, matt und beschichtet. Auf beschichtetem Papier erhält man meist das optimalste Druckergebnis, aber auch hier könnten Falzungen zu Problemen führen. Es treten in einigen Fällen Bruchstellen auf, die sich lediglich durch eine entsprechende Nut vermeiden lassen. Glänzendes Papier lässt Bilder hochwertiger erscheinen, mattes ist eher für Texte geeignet. Aber Achtung: Das gilt nur bei Tintenstrahldruckern, bei Lasersystemen verhält es sich umgekehrt, denn da glänzt alles, außer dem gedruckten Bild!

stanzung

Farbiges Papier:

Manchmal möchte man farbiges Papier bedrucken. Das stellt in den meisten Fällen kein Problem dar, sofern man nur in Graustufen druckt. Bilder wirken auf farbigem Papier nicht farbecht. Beispielsweise wirkt auf einem grellgrünen Papier ein zarter Sonnenaufgang nicht sonderlich ansprechend. Das liegt zum einen daran, dass die intensive Farbe vom Bild ablenkt, und zum anderen an der Tatsache, dass die Farbe „Weiß“ bei einem klassischen Drucker nicht gedruckt werden kann. Folglich sind alle weißen bzw. hellen Stellen grün, was vermutlich in den seltensten Fällen gewünscht ist. Hier fragt ihr bitte ebenso in eurer Lieblingsdruckerei nach Rat ☺.

Papierstruktur:

Die Struktur ist eurem Geschmack überlassen. Überlegt euch, was ihr drucken wollt und ob eine ausgefallene Papierstruktur Sinn macht. Ein grob geschöpftes, ungebleichtes Papier wirkt in jeder Hinsicht anders als ein normaler weißer Karton. Bei Hochzeitseinladungen kann eine solche Struktur sehr anmutig wirken, bei einem Mahnungsschreiben hingegen hat solch ein Papier vermutlich nichts zu suchen.

Die Laufrichtung:

Die Produktion von Papier ist in den meisten Fällen maschinell. Die einzelnen Fasern schwimmen während der Herstellung frei und werden in Richtung der Produktionslinie herausgeschöpft. Hierbei ordnen sich die Fasern in einer bestimmen Richtung an. Das bedeutet für den Nutzer, dass sich das Papier in einer Richtung besser und in die andere Richtung schlechter falten lässt. Rein optisch lässt sich die Laufrichtung nicht immer sofort ersehen, aber ein einfacher Trick macht klar, in welche Richtung die Struktur verläuft. Nehmt euch ein Testpapier und faltet es einmal längs und einmal quer und betrachtet den Falz nun ganz genau. Ihr werdet sehen, ein Falz (und zwar der in Laufrichtung) ist fein und klar, der andere (gegen die Laufrichtung) ist ungenau und mit welliger Kante. Mit eurer Erkenntnis könnt ihr dann die Druckdatei an die Laufrichtung anpassen.

laufrichtung2

Fazit:

Natürlich habe ich hier nur einen Bruchteil der Optionen aufgeführt, aber dennoch lässt sich beim Beachten von Kleinigkeiten eure Drucksache merklich aufwerten. Nehmt euch Zeit bei der Papierauswahl und lasst euch beraten. Nehmt Proben des Papiers in die Hand, falzt es, lasst euch Beispiele zeigen. So könnt ihr sicher sein, dass ihr das bestmögliche Ergebnis bekommt. Wie immer gilt: Bei Fragen schreibt uns auf die Pinnwand und wenn euch der Artikel gefallen hat, freuen wir uns über ein Like oder Share.

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