Druckerei Joh. Wagner & Söhne
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Druckfarben und Farbsysteme

Farbwahrnehmung ist eine subjektive Empfindung und jeder Mensch nimmt Farben leicht unterschiedlich wahr. Für den einen wirkt das Rot unter Umständen etwas heller oder der Gelbanteil wird deutlicher wahrgenommen. Man kann sich vorstellen, dass auf dieser Basis eine verbindliche Kommunikation über Farben und Designs sehr ungenau und kompliziert wäre. Aus diesem Grund gibt es verschiedene Farbräume, in denen Farben anhand von Koordinaten definiert werden können, und Farbsysteme, die eine immer gleiche Farbwirkung ermöglichen.

CMYK Grundfarben

Grundfarben

Im Offsetdruck gibt es die 4 Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb (Yellow) und Schwarz (Key). Daraus leitet sich auch der Name CMYK-Druck ab. Durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse kann beinahe jede Farbe erreicht werden, wodurch diese vier Farben für die meisten Drucksachen völlig ausreichen.


Viele Unternehmen haben für einen optisch gleichbleibenden öffentlichen Auftritt ein Corporate Design. Dieses regelt klar, welche Farben für das jeweilige Unternehmen eingesetzt werden. Da es fast unmöglich ist, über die vier Grundfarben auf unterschiedlichen Maschinen und Materialitäten ein immer gleiches Erscheinungsbild zu erzielen, entstanden mit der Zeit unterschiedliche Farbsysteme, die sogenannten Sonderfarben. Diese haben den Zweck, dass Farbtöne immer gleich dargestellt werden und eine einheitliche Kommunikation möglich wird. Die beiden bedeutendsten Farbsysteme wollen wir etwas genauer beschreiben.

 

HKS Faecher Farben

HKS-Farben

Der HKS-Farbfächer wurde 1968 durch den Zusammenschluss der Druckfarbenherstellern Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. eingeführt und sollte eine objektive Bewert- und Vergleichbarkeit von Druckfarben gewährleisten. Ein weiteres Ziel war, die Reproduzierbarkeit und Kommunikation bestimmter Farbnuancen in der grafischen Industrie zu erleichtern. Der HKS-Farbfächer beinhaltet 88 sogenannte Basisfarben und darauf aufbauend insgesamt 3.520 Volltonfarben für Kunstdruck- und Naturpapiere.
  Mittlerweile gibt es vier unterschiedliche HKS-Farbfächer. Für jeden wird die Farbmischung ein wenig verändert, sodass für den Betrachter trotz unterschiedlicher Papiere und Oberflächen der Eindruck entsteht, dass die Farbe gleich ist. Diese sind:

  • 

HKS K – Kunst- und Bilderdruckpapier
  • 
HKS N – Naturpapier

  • HKS Z – Zeitungsdruckpapier
  • 
HKS E – Endlospapier

Pantone Faecher Farben

Pantone-Farben

Das Pantone Matching System (PMS) wurde 1963 vom amerikanischen Unternehmen Pantone LLC. eingeführt und hat genau wie der HKS-Farbfächer das Ziel, eine objektive Vergleichbarkeit von Druckfarben zu gewährleisten. In den letzten Jahren hat das PMS den HKS-Farbfächer im Markt stark zurückgedrängt und wird vor allem von Grafik- und Werbeagenturen fast ausschließlich eingesetzt. 
Das PMS beruht auf 18 Basisfarben, die durch unterschiedliche Mischungsverhältnisse insgesamt 1.755 Sonderfarben erzielen.
 Ähnlich wie beim HKS-Farbfächer gibt es auch beim Pantone-System unterschiedliche Bezeichnungen für die Art des zu bedruckenden Papiers. Diese sind:


  • Pantone uncoated – ungestrichene Naturpapiere (Pantone U)
  • 
Pantone coated – glänzend gestrichene Bilderdruckpapiere (Pantone C)
  • 
Pantone matte – matt gestrichene Bilderdruckpapiere (Pantone M)


Der Unterschied zum HKS-Farbfächer liegt darin, dass die Farbmischung nicht verändert wird. Dadurch entsteht auf jedem Bedruckstoff eine ganz eigene Farbwahrnehmung. Um ggf. ein gleiches oder annähernd gleiches Ergebnis zu erzielen, muss auf unterschiedlichen Papieren eventuell ein anderer Farbwert genommen werden.

Wichtig wäre noch zu erwähnen, welche Einflüsse auf Farbe wirken. Neben der Oberfläche, die Farben stumpfer erscheinen lassen kann, wäre da auch das Papier selbst. Schon bei weißen Papieren gibt es viele unterschiedliche Farbnuancen von hochweiß bis gelblich weiß. Diese Farbtöne können zum Beispiel dazu führen, dass ein heller Blauton auf einem gelblichen Papier leicht grünlich wird. Aber auch als Umgebungsfarbe beeinflusst Papier die Farbwirkung. So erscheinen auf sehr weißen Papieren die Farben immer satter und brillanter als auf gelblichen Papieren. Dies muss bei der Vorbesprechung der Drucksache immer bedacht werden.
 Auch das Licht hat Einfluss auf die Farbe. An der Druckmaschine wird der Druckbogen unter sogenanntem Normlicht geprüft. Dieses Licht ist aber wesentlich kälter als Tageslicht oder die übliche Zimmerbeleuchtung. Wenn also ein Farbton selbst in der kleinsten Nuance wichtig ist, sollte man dies bedenken und die Auswahl der Farbe dort treffen, wo sie in der Regel zum Einsatz kommt.

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